März 8, 2016

Das wissenschaftliche Projektdesign

In der ersten Projektphase werden Praxispartner aus der Pflegebranche akquiriert und das konzeptionelle Vorgehen mit den Partnern erarbeitet. Eine intensive Literaturrecherche zur Problemlage in der (Alten-)Pflegebranche geht der Erstellung eines Fragebogens für Mitarbeiter, sowie Interviewleitfäden für Mitarbeitern und Führungskräfte voraus. Auch die Einführungsschulungen nehmen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung. Ziel der Befragungen ist eine Erfassung der generellen Bedarfe in der Pflege sowie der spezifischen Bedarfe in den Unternehmen.
In der zweiten Projektphase werden weitere Praxispartner akquiriert und nach Möglichkeit betriebliche Vereinbarungen zur Gleichstellung vereinbart. Anhand des entwickelten Fragebogens und der Interviews in den Zielgruppen werden die förderlichen und hemmenden Bedingungen für die Entwicklung einer eigenständigen Handlungskompetenz in den Bereichen Gesundheit, Biografie- und Karrieremanagement und potenzialorientierte Zusammenarbeit ermittelt. Die Auswertung erfolgt mit hermeneutischen und diskursanalytischen Methoden. Gleichzeitig wird das Projektlotsensystem bei den Kooperationspartnern implementiert. Dazu werden Schulungen konzeptioniert und je ein Lotse pro Unternehmen definiert und intensiv geschult. Der Ergebnistransfer wird zum Ende der zweiten Projektphase über eine Tagung gewährleistet.
In der dritten Projektphase werden Instrumente der Personalentwicklung und Qualifizierungen zum Aufbau der Arbeitsgestaltungskompetenz für die unterschiedlichen Zielgruppen entwickelt und angepasst. Auf der Grundlage bestehender Konzepte werden in den drei Handlungsfeldern Maßnahmen in Innovationswerkstätten von allen Akteuren angepasst und für die spezifischen Bedarfe entwickelt. Den Innovationswerkstätten liegt ein Konzept für partizipative Entwicklung von Qualifizierungsmaßnahmen zu Grunde, die eine direkte Justierung auf die Bedürfnisse der Zielgruppe erlaubt. Im Rahmen der dritten Projektphase werden die entstandenen Qualifizierungsmaßnahmen in der Praxis erprobt.
In der vierten Projektphase werden die entwickelten und erprobten Instrumente und Qualifizierungsmaßnahmen anhand von Befragungen und im Rahmen von Reflexionsworkshops evaluiert, um sie weiter zu optimieren. Die Umsetzung erfolgt in den teilnehmenden Unternehmen. Es sollen aber hier auch weitere Unternehmen angesprochen werden, um die Maßnahmen in die Breite zu tragen. Hierzu trägt am Ende des Projektes auch die Abschlussveranstaltung bei. Über alle Projektphasen hinweg wird die Projektarbeit durch intensive Öffentlichkeitsarbeit unterstützt. Dazu gehören: Internetauftritt, Veröffentlichungen, Mailingaktionen, Newsletter, Informations- und Transferveranstaltungen, Vorträge auf geeignet Veranstaltungen.