Umgang mit Emotionen bei de­men­zi­ell veränderten Menschen

Immer häufiger sehen sich Betreuungskräfte im Arbeitsalltag mit unvorhersehbaren und herausfordernden Situationen im Umgang mit dementiell veränderten Menschen konfrontiert – so auch beim AGEKO-Kooperationspartner der Kirsch-Gruppe. Ganz im Sinne des Anfang des Jahres erarbeiteten Qualifizierungsschwerpunkts Gemeinsamer Wissens- und Erfahrungstransfer, fand daher am 10. und 11. Mai ein einrichtungsübergreifender Workshop zum Thema „Einführung in die Grundlagen der Integrativen Validation nach Richard“ statt.

Den ersten Tag des Workshops gestalteten Christiane Hernández und Kyra Lauber vom maxQ.- Unternehmen für Bildung. Die Betreuungskräfte (gem. §43b SGB XI, bisher §87b SGB XI) wurden für die Themen „Umgang mit Emotionen und Stress“ sensibilisiert, indem sie zunächst selbst reflektierten, welche Gefühle ihr Handeln antreiben und wie sich diese auf ihren beruflichen sowie privaten Alltag auswirken. Frau Hernández gab einen Überblick dazu, wie Stress beim Einzelnen entstehen, und welche physischen bzw. psychischen Auswirkungen er haben kann. Mit Hilfe verschiedener Achtsamkeits-Übungen wurde dabei nicht nur problematisiert, sondern die MitarbeiterInnen bekamen auch praktische Lösungsansätze an die Hand gegeben. Anschließend schlug Frau Lauber die Brücke zum Themenfeld Demenz. Sie zeigte auf, wie Stress bei dementiell veränderten Menschen je nach Krankheitsstadium entstehen und sich im Verhalten der Betroffenen äußern kann.

Durch den zweiten Workshop-Tag führte Edwin Schröer, der an die erarbeiteten Inhalte des Vortags anknüpfte. Anhand von Praxisbeispielen erläuterte er, wie sich einerseits Stress im Verhalten von dementiell Veränderten äußert und wie die Betreuungskräfte damit andererseits ressourcenorientiert umgehen können. Herr Schröer stellte dazu die Methodik der „Integrativen Validation nach Richard®“ kurz vor und gab einen ersten Einblick, wie Biografie-Arbeit den Umgang mit herausforderndem Verhalten erleichtert kann. Auch am zweiten Tag des Workshops stand der Erfahrungsaustausch zwischen den MitarbeiterInnen der verschiedenen Einrichtungen bzw. des ambulanten Dienstes im Vordergrund, die sich gegenseitig wertvolle Tipps und Strategien aus ihrem Arbeitsalltag mitgeben konnten.